Restrepia Orchideen

Die Gattung Restrepia

Die Erstbeschreibung als Untergattung der Pleurothallidinae erfolgte durch Humbolt, Bonpland & Kunth im Jahre 1815. Diese Gattung kleiner epiphytisch selten lithophytisch wachsender Orchideen wurde zu Ehren von Snr. José Manuel Restrepo benannt, der als erster die Naturgeschichte der Anden erforschte.

Stand heute besteht die Gattung aus ca. 50 Spezies und wahrscheinlich noch zusätzlich aus vielen noch unbeschriebenen Varianten. Die Verbreitung erstreckt sich Südmexiko bis Nordargentinien. Dort findet man sie in den hochgelegenen kühlen und feuchten Wäldern des Anden-Massivs.

Temperierte Gewächshäuser sind ideal für die Kultur von Restrepien. Die meisten Spezies benötigen eine Nachttemperatur von 45-50 Grad Fahrenheit (8 – 12 C) und eine Schattierung von ca. 50 %. Ein guter Indikator für die richtige Lichtmenge ist die Blattfärbung. Ist diese leicht rötlich stimmen die Lichtbedingungen.

Die Pflanzen produzieren das ganze Jahr über Blüten. Diese werden einzeln und nacheinander aus der Blattachsel gebildet. Die Pflanzen können in verschiedene Substraten kultiviert werden. Wichtig ist nur, daß dieses nie ganz austrocknet, da Restrepien permanent eine gewisse Feuchtigkeit am Wurzelwerk benötigen.Ist diese Voraussetzung gewährleistet wachsen Restrepien getopft oder zum Beispiel auf Baumfarnplatten aufgebunden gleich gut.

Die Gattung Restrepia produziert Kindel (sogenannte Keikis) an der Blattbasis. Sobald die Kindelpflanzen ausreichend Wurzeln gebildet haben, können diese abgenommen und separat kultiviert werden. Alternativ können Restrepien durch Blattstecklinge vermehrt werden. Die Blätter werden in Sphagnum getopft und bewurzeln innerhalb weniger Monate.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Die sehr seltene Restrepia chocoensis lässt sich nicht mit den oben beschriebenen Methoden vermehren.

Restrepien sind grundsätzlich eine einfach zu kultivierende Gattung, die in wenigen Jahren zu stattlichen Exemplaren heranwachsen können.

Für alle Liebhaber kleiner, einfach zu kultivierender Orchideen, kann ich diese Gattung nur empfehlen.

Informationen zur den Spezies der Gattung basiert auf

Icones Pleurothallidinarum XIII

von Carlyle A. Luer

In Zusammenarbeit mit

Rodrigo Escobar Restrepo.